myVideoMedia Home

Unseren Kanal auf YouTube abonnieren abonnieren           myVideoMedia Blog     Facebook      Folge myVideoMedia auf Twitter  

 

Xian

Bereits vor mehr als 8000 Jahren siedelten im Gebiet um Xian Menschen. Den Höhepunkt erreichte die Stadt in der Tang-Dynastie  618 bis 960. Zu jener Zeit lebten bereits 2 Millionen Menschen hier. Während 11 Dynastien, mit einer gesamten Herrscherzeit von 1180 Jahren, war Xian Hauptstadt des chinesischen Reiches. In der Umgebung der Stadt befinden sich 73 Grabhügel, von denen einige noch immer nicht geöffnet wurden. Auf der Fahrt vom Flughafen zur Stadt passiert man die Hanyang-Grabstätte. Fundstücke, unter anderem hunderte kleine Terrakottafiguren bis ca. 50 cm Höhe, sind in einem modernen Museum, direkt neben den Grabhügeln, zu besichtigen.

Stadtmauer in Xian ChinaGeprägt wird das Stadtbild der 3 Millionen Einwohner zählenden Stadt durch eine 14 km lange Stadtmauer, welche fast vollständig erhalten ist. Im Zentrum der   Nord-Süd-Achse steht der 36 m hohe Glockenturm. Das Südtor mit seinen gewaltigen Ausmaßen  wird heute auch für festliche Anlässe,  zum Beispiel für Hochzeiten genutzt. Es bietet aber auch die Möglichkeit, einen Teil der Stadt von oben zu sehen.

In den Abendstunden kann man die typisch chinesische Illumination genießen oder der Opa-Oma-Disco zusehen, wie die Jugendlichen die rhythmische Gymnastik älterer Menschen nennen. Chinesen lieben es auch, sich in historischen Gewändern fotografieren zu lassen.

Wahrzeichen der Stadt ist die grosse Wildganspagode. Die gesamte Tempelanlage steht im Zeichen des Mönches Xuangzang, der hier seine buddhistischen Schriften, die er von seiner Reise nach Indien mitgebracht hatte, übersetzte und aufbewahrte. Die 64m hohe Pagode stammt aus dem Jahre 652 und hatte einst zehn Stockwerke. Daneben befinden sich in der Tempelanlage Haupt- und Nebenhallen und ein Glocken- und Trommelturm. In den Hallen sind  buddhistische Kostbarkeiten wie Jadereliefs, Steinskulpturen und Buddhadarstellungen ausgestellt.

Terrakottaarmee XianFür weltweites Aufsehen sorgt aber nach wie vor die Terrakottaarmee des ersten chinesischen Kaisers Qinshi Huangdi, welche 1974 zufällig 30 km östlich von  Xian, am Fuße des Li Berges in unmittelbarer Nähe seines bis heute nicht geöffneten Grabhügels,  entdeckt wurde.  7.300 lebensgrosse Tonkrieger, Bogenschützen, Offiziere, Pferde und Streitwagen verharrten 2.000 Jahre unter der Erde. Ca. 1.000 Figuren sind freigelegt, die anderen wurden wieder mit Erde bedeckt, um die Farben zu konservieren, bis die Figuren im Konservierungsprozess aufbereitet werden können.

Die Anlage, von 700.000 Zwangsarbeitern errichtet, gibt Zeugnis von der Macht des Herrschers, der erstmals das chinesische Reich einte, eine Verwaltungsstruktur einführte, die China noch heute prägt, und einheitliche Währung und Schrift einführte. Der für seine legalistische Amtsführung bekannte Kaiser, führte die erste Bücherverbrennung der Geschichte durch und verfolgte anders denkende Intellektuelle, welche er lebend begraben liess. Mao sagte   einst, sich seiner Macht bewusst: „Qinshi  begrub 460 Gelehrte, ich habe 46.000 begraben“.

historisches Museum in XianNeben dieser fantastischen Anlage gibt es in Xian eine Reihe weitere sehenswürdige Gräber wie die mächtige Grabanlage der einzigen Kaiserin Chinas, Wu und die bereits vor 3.000 Jahren beliebten Thermalquellen des Tang-Kaisers Xuanzong für seine Konkubine Yang Yuhuan.  Das moderne historische Museum, das zweitgrösste Chinas, sollte bei einem Besuch ebenso wenig fehlen  wie die einzigartigen kulturellen und akrobatischen Aufführungen der Gegenwart, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind.


Copyright © myVideoMedia GmbH 2003-2012, D-54518 Altrich