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Salzburg

Die Stadt Salzburg liegt beiderseits der Salzach, flankiert von unbebauten Bergen. Obwohl bereits in der Jungsteinzeit besiedelt, erlangte die Stadt erstmals große Bedeutung, als Bischof Rupert sie vom Herzog von Bayern geschenkt bekam. Das Kloster St. Peter war Ausgangspunkt für die Christianisierung des Landes. Bereits 798 wurde auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen das Land Salzburg vom Papst zum Erzbistum erhoben, dessen Gebiet fast gesamt Bayern und große Teile Österreichs umfasste. Erst 1803 erlosch die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe und es kam 1816 zum Kaiserreich Österreich. Obwohl Salzburg durch eine strikte Neutralitätspolitik weitestgehend von den Wirren des 30jährigen Krieges verschont blieb, erlitt es Anfang des 18. Jahrhunderts schwere wirtschaftliche Verluste durch die Zwangsvertreibung von Protestanten. Damals galt das Reichsrecht, was bedeutete, dass der Landesfürst die Religion seiner Untertanen bestimmt. Das führte dazu, dass die Bevölkerung in Teilen Österreichs binnen 10 Jahren fünfmal die Religion wechseln musste. Heute genießt die Stadt das Flair der Mozartstadt, seines berühmtesten Bürgers, der hier geboren wurde und einen guten Teils seines Lebens verbracht hat.

Salzburg (Stadt)

oes1020-Salzburg-Einen herrlichen Rundblick über die Stadt Salzburg und auf die größte erhaltene Festung Europas hat man vom Mönchsberg aus. Mit dem Lift fahren wir wieder hinunter und spazieren durch die älteste Einkaufstrasse der Stadt, die Getreidegasse. In dieser schon durch die vielen Zunftzeichen mittelalterlich wirkenden Gasse befindet sich Mozarts Geburtshaus.

Am Rupertitag sind alle Plätze rund um den Dom und die Residenz mit Buden und Fahrgeschäften übersät. Nur das mächtige Geläut der Glocken des Doms vermag das Treiben zu übertönen. Vor der Fassade des Doms, wo die Pferdekutschen warten,  wird jedes Jahr der „Jedermann“ aufgeführt. Die Residenz neben dem Dom, einstiger Wohnkomplex für die Fürsterzbischöfe, kann besichtigt werden.

Eng an den Berg geschmiegt liegen das Stift St. Peter und sein sehenswerter Friedhof, auf dem viele Honoratioren Salzburgs ihre letzte Ruhe fanden. In den Fels sind Katakomben gehauen, die vermutlich aus dem 3. Jahrhundert stammen.

Auf dem Rückweg passieren wir die Felsenreitschule und die Festspielhäuser, die früher als Ställe dienten. Dazu gehörte auch die Pferdeschwemme. Die Schauwand mit den Fresken und die Skulptur mit dem Pferdebändiger stammen von Fischer von Erlach, die Fresken von Franz Anton Ebner.

Auf dem Weg zur Tiefgarage, die ebenfalls in den Fels gehauen ist, passieren wir das alte Hospiz mit seinen Arkadengängen.

Am nächsten Morgen erleben wir ein besonderes Schauspiel. Salzburg ist gerade Austragungsort der Radweltmeisterschaft. Erik Zabel belegt Platz 2.

Start ist am Mirabellplatz, und wir die nutzen Gelegenheit zum Besuch des Schlosses Mirabell mit seinem berühmten Garten, ein Musterbeispiel barocker Gartenkunst. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau baute es für seine Freundin, Mutter seiner 15 Kinder.

Hallein

Keltendorf Hallein OesterreichHallein, etwa 10 km südlich von Salzburg, war bereits von den Kelten besiedelt, die es durch Salzabbau zu bedeutendem Reichtum brachten. Ein Keltendorf neben den Salzwelten gibt Einblicke ins damalige Leben, ebenso wie ein modernes Keltenmuseum in Hallein mit bedeutenden Fundstücken. Unter den Römern wurde der Salzabbau eingestellt und erst ungefähr 1.000 Jahre später von den Salzburger Fürsterzbischöfen wieder aktiviert. Durch geschickte Marktbeherrschung bezogen die Salzburger Kirchenfürsten mehr als die Hälfte ihres Einkommens aus der Salzgewinnung und sicherten sich dadurch ihre wirtschaftlich beherrschende Stellung. Eine Besonderheit ist die Salinenkonvention, ältester noch heute gültiger Staatsvertrag Europas. Bayern erwarb das unwiderrufliche Recht auf österreichischem Boden, in der Nähe von Leogang, Holz für die Reichenhaller Sudhäuser zu schlagen. Im Gegenzug dürfen die Halleiner Bergleute im Dürnberg auf bayerischem Gebiet Salz gewinnen.

In Hallein liegt auch das Grabmal von Franz Xaver Gruber, dem genialen Komponisten von „Stille Nacht, Heilige Nacht“.

Werfen

Festung Hohenwerfen OesterreichDie weithin sichtbare Burg Hohenwerfen wurde gleichzeitig mit der Festung Hohensalzburg von den Salzburger Erzbischöfen errichtet. Nach mehreren Bränden gewann sie nochmals während der Türkenkriege an Bedeutung. Während des 2. Weltkrieges diente sie der NSDAP als Gauschulungsburg. Vermutlich beflügelte dieser Umstand die Fantasie von Drehbuchautor Alistair MacLean, Regisseur Brian. G. Hutton und den Produzenten Elliott Kastner zu ihrem Erfolgsfilm „Agenten sterben einsam“ mit Richard Burton und Clint Eastwood, der  zum größten Teil hier gedreht wurde.

Heute ist das verwinkelte Gemäuer ein Museum und fantastische Kulisse für eindrucksvolle Flugshows von Falknern, mit vornehmlich heimischen Greifvögeln, wie Wanderfalken, Steinadler und sogar Lämmergeier. Ästhetisch und zielsicher gleiten diese Flugkünstler durch die Luft.

Gastein

Das Gasteinertal ist bereits seit dem Mittelalter wegen seiner Thermalquellen als Kurregion bekannt. Kaiser Friedrich III., Paracelsus, Kaiser Franz Josef und Sisi, sowie der deutsche Kaiser Wilhelm I. und Fürst Bismarck sind nur einige der Prominenten, die in Bad Gastein Linderung ihrer körperlichen Leiden suchten. Der Nachweis von Radongas im Thermalwasser durch Marie Curie bestätigte die therapeutische Wirkung.

Auch Vorkommen von Gold und Silber machten das Tal berühmt. Mit wechselndem Erfolg betrieb man hier Bergbau vom 16. bis ins 20. Jahrhundert. Ihm verdankt Bad Gastein seinen Heilstollen. Wahrzeichen des Ortes ist der Wasserfall der Gasteiner Ache, mitten im Ortszentrum.

Im Winter ist der Skisport die größte Einnahmequelle für das gesamte Tal.

Dienten

Über Landstrassen fahren wir nach Dienten am Fuße des Hochkönigs. Die Kirche ist ein beliebtes Postkartenmotiv.

Saalfelden

Nach Hinterthal und Maria Alm, bekannt ob des hohen und spitzen Kirchturms,  erreichen wir Saalfelden.

Saalfelden im Hintergrund steinernes MeerSaalfelden liegt am Fuß des markanten Steinernen Meeres, am Rand eines weit ausladenden Beckens, das sich bis Kaprun erstreckt und die Schiregionen von Leogang und Zell am See umfasst. Außerdem ist der Ort Ausgangpunkt der mit Leogang verbundenen Schiregion Saalbach – Hinterklemm. Das Gebiet war bereits in der Bronzezeit besiedelt. Heute ist Saalfelden vor allem eine Schulstadt. Eine Besonderheit in Saalfelden ist Österreichs einzige Einsiedelei. Nach einem Spaziergang von etwa 20 Minuten ist die eng an den Felsen geduckte Klause zu erreichen.

Zell am See

Das Stadtbild von Zell am See ist naturgemäß vom See geprägt. Eine Uferpromenade, die auch als Ankerplatz für die Ausflugschiffe dient, führt zum Wahrzeichen des Kurortes, dem Grand Hotel.

Kaprun

Stausee KaprunKaprun wurde bekannt durch den Bau des 3stufigen Pumpspeicherwerks. Mit einem Schrägaufzug und mit dem Autobus über wildromantische Strassen erreicht man die oberen Stauseen. Während der Fahrt haben wir einen guten Ausblick auf die Bauarbeiten der derzeitigen Erweiterung, die 2011 fertig gestellt, die Kapazität des Kraftwerks verdreifachen soll. Der neue Maschinensaal wird in unterirdischen Kavernen untergebracht.

Der obere Stausee dient oft als Ausgangspunkt für Wanderungen in die hochalpine Gletscherlandschaft.

Der Baubeginn des Kraftwerks war während der Herrschaft der Nationalsozialisten, dennoch wurde es zu einem Symbol des Wiederaufbaus in Österreich, da ein wesentlicher Teil der Arbeiten erst nach dem Krieg durchgeführt wurde. Mehr als 200 Arbeiter, darunter viele Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, verloren hier ihr Leben; ein Mahnmal ruft zum Gedenken an die Toten.

Kitzsteinhorn

Kitzsteinhorn KaprunKaprun hat aber auch das Kitzsteinhorn. Über die höchste Seilbahnstütze der Welt, mit über 113 m Höhe, erreicht man das Ganzjahresschigebiet auf dem Gletscher. An heißen Sommertagen eine willkommene Abwechslung. Schifahren, Snowboard oder auch motorisierte Schneesportarten bieten jede Menge Abwechslung. Die Bedeutung des Skisports für Österreich unterstreicht die Anwesenheit der Bundes Ski Akademie, ein Ganzjahres-Trainingslager auf dem Berg.

Von der Bergstation auf über 3.000 m Höhe hat man einen spektakulären Ausblick auf die umliegenden Gipfel und Täler.

Krimmler Wasserfälle

Durch das breite Salzachtal, das man sogar auf Satellitenbildern deutlich erkennt, fahren wir nach Krimml mit seinen berühmten Wasserfällen, die in drei Stufen 380 m überwinden. Man sollte eine gute Kondition mitbringen, wenn man den Aufstieg zu Fuß plant. Bequemer ist es, ein Taxi zum Anfang der Fälle zu nehmen und dann zu Fuß talwärts, entlang der Wasserfälle zu laufen. Im Jahreszeitenverlauf ändert sich die Wassermenge erheblich. Der größte Durchfluss wird in der Regel im Frühsommer erreicht.

Großglockner

Die Großglockner Hochalpenstrasse, erbaut in den 30er Jahren,  verbindet die Bundesländer Salzburg und Kärnten. Die gut ausgebaute Strasse ist nur im Sommer befahrbar und gehört zu den schönsten Panoramastrassen Österreichs. Vermutlich existierte hier bereits seit 1600 v.Chr. ein Alpenübergang, den einige Fundstücke und römische Berichte belegen. Auf der Edelweiß-Spitze mit 2.571 m über dem Meeresspiegel erreichen wir den höchsten Punkt. Von hier aus hat man die beste Sicht auf die Gletscherregionen, die pyramidenförmige Spitze des Großglockners und die Serpentinen der sich nach oben windenden Strasse.

Grossglockner PasterzeAuf der Kärntner Seite liegt die Pasterze, Österreichs größter Gletscher, dessen Schmelzwasser das Kraftwerk Kaprun speist. An dem 9 km langen Gletscher ist die Erderwärmung nicht spurlos vorübergegangen. Seit seinem Höchststand im Jahre 1856 hat er sowohl an Fläche als auch an Dicke mehr als die Hälfte verloren.

Sissi, unsere Huskyhündin ist aber viel mehr an den Murmeltieren interessiert. Nur zu gerne würde sie mit diesen spielen – oder sie jagen?

Heiligenblut

Den südlichsten Punkt der Großglockner-Hochalpenstrasse markiert Heiligenblut, berühmt wegen seiner markanten Kirche. Wir befinden uns wieder in Kärnten, verlassen es aber gleich wieder auf dem Weg nach Tirol.


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